Rechtssemiotik.de - Lehrveranstaltungen an der Uni Frankfurt |
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SS 2008 Seminar: Akten, Termine, EntscheidungenDas Seminar behandelt praktische und theoretische Rechtssoziologie in der Verfahrenspraxis. Es sollen Rede, Schrift und Entscheidung in den praktischen Situationen untersucht werden. Zunächst werden die drei Titelbegriffe vorgestellt, dann findet eine Einführung in Theorie und Empirie statt. Ein Blockseminartag soll der Vorstellung neuer deutscher wie internationaler Beispiele zur Verfahrenssoziologie dienen. Daraus ergibt sich die geplante Abfolge: 10. April: Die Ordnung des juristischen Diskurses: Einführung und Vorstellung 17. April: Termine im Rechtsverfahren: Einführung in den Gang des Verfahrens beim ordentlichen Gericht. Impuls: Welche Termine kennt die Strafprozessordnung / die Zivilprozessordnung? 24. April: Akten als Medium: historische Entwicklung, gegenwärtige Bedeutung, wissenschaftliche Untersuchung Impuls: Cornelia Vismann: Akten, Frankfurt a.M. 2001, S. 127 - 299. 8. Mai: Das Paradox der Entscheidung: Nur über Unentscheidbares kann man entscheiden! Impuls: Niklas Luhmann: Das Recht der Gesellschaft, Frankfurt a.M 1993, S. 305 - 325 15. Mai: Einführung in die Diskursanalyse Impuls: Reiner Keller: "Diskursanalyse", in: R. Hitzler/ A. Honer (Hrg.): Sozialwissenschaftliche Hermeneutik, 1997, S. 309-333; 29. Mai: Einführung in die Analyse von Sprachbeiträgen vor Gericht Thomas Samuel Eberle: "Ethnomethodologische Konversationsanalyse", in: R. Hitzler/ A. Honer (Hrg.): Sozialwissenschaftliche Hermeneutik, 1997, S. 245-279. Blockseminartag am 3. Juli, 10 - 18 h mit Beiträgen der Studierenden überThomas Scheffer: "File work, legal care, and professional habitus - an ethnographic reflection on different Styles of advocacy", in: International Journal of the Legal Profession, 14:1, 57-90. Kai-Olaf Maiwald, Claudia Scheid, Elisabeth Seyfarth-Konau: "Geschlechterdifferenzierungen im juristischen Handeln. Analyse einer Fallerzählung aus der familienrechtlichen Praxis", in: Zeitschrift für Rechtssoziologie 2003, 43-70. Gregory M. Matoesian: Language and the Law of Identity. Discourse in the William Kennedy Smith Rape Trial, New York 2001, insbes. Kap. III und IV (siehe auch: ders.: Reproducing Rape. Domination through Talk in the Courtroom (1993), Kap. 6: Talk and Power in the Rape Trial, p. 98-188.) Paul Drew: "Contested evidence in courtroom cross-examination: the case of a trial for rape", in: P. Drew / J. Heritage, Talk at Work. Interaction in institutional settings, Cambridge 1992, p. 470-520. Bruno Latour: La fabrique du droit. Une ethnographie du Conseil d´´ Etat. Paris 2004, Kap 2: Savoir faire mûrir un dossier, S. 83 - 118 bzw. Kap. 4: Le passage du droit, p. 139-206. Stephan Wolff/ Hermann Müller: "Normalität und Glaubwürdigkeit im Strafverfahren", in: D. Frehsee, G. Löschper, G. Smaus (Hrg.), Konstruktion der Wirklichkeit durch Kriminalität und Strafe, Baden-Baden 1997, S. 221-248. Ein Nachweis im Schwerpunktbereichsstudium wird erworben durch mündlichen Beitrag (10minütiger Impuls und anschließende Diskussionsbeiträge) und schriftliche Ausarbeitung (15-20 S. mit Literaturverarbeitung, vorzulegen bis zum 15.9.2008), ein Nebenfachschein erfordert eine während der Veranstaltung vereinbarte schriftliche Arbeit (Bedingungen wie zuvor). |
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Der Autor ist erreichbar. Es gibt einen Kanal für Kommunikation. |
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